Öko-Politik (2018-38)

Zinsentscheidung der Zentralbank

Öko-Politik (2018-38)

 

Eine Bewertung von Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL Lehrkraft der Wirtschaftswissenschaften an der politischen Fakultät der Yıldırım Beyazıt Universität.

 

In der vergangenen Woche hat die Zentralbank beschlossen, den Leitzins um 625 Basispunkte zu erhöhen. Dies ist der höchste Anstieg in den letzten 14 Jahren. Nach den Inflationsdaten Anfang September hat sich die geldpolitische Haltung der Zentralbank neu formiert. Der Fokus der Zinsentscheidung auf den Märkten hatte daher auch einen gewissen Einfluss auf den Wechselkurs. Selbst in dieser Erwartungsperiode gewann die türkische Lira gegenüber dem Dollar an Wert. Nach der Entscheidung die Zinssätze zu erhöhen kann man, auch wenn es einen gewissen Rückgang des Wechselkurses gegeben hat, nicht über eine vollständige Stabilisierung sprechen.  Es gibt auch ernsthafte Fragezeichen in den Köpfen der Anleger.

 

Mit der Entscheidung der Zentralbank, die Zinssätze um 625 Basispunkte zu erhöhen, stieg der wöchentliche Repo-Zinssatz von 17,75 auf 24. Auch wenn  es zwischen 250 und 700 Basispunkten liegt, muss gesagt werden, dass die Zentralbank ihren Zinssatz um mehr als die durchschnittliche Erwartung um 625 Basispunkte erhöht hat.

 

Nach der Entscheidung, die Zinssätze zu erhöhen, wurden einige Rückgänge im Wechselkurs beobachtet und der USD / TL-Wechselkurs sank auf 6,01. Wie bekannt ist, sind die Auswirkungen der Zinserhöhung auf den Wechselkurs jedoch kurzfristig. Es wäre daher unrealistisch, von diesem Anstieg zu erwarten, dass er zu langfristigen Ergebnissen bei der Steuerung der Wechselkursbewegungen führt.

 

Auf der anderen Seite ist es notwendig, diese Entscheidung über die Kanäle der Investoren zu bewerten. Wenn man bedenkt, dass hohe Zinssätze ein Hindernis für den Realsektor darstellen und Investitionen bremsen, die die Motorkraft des Wachstums sind, wird der Schluss gezogen, dass Anleger in diesem Prozess mit Beständigkeit kämpfen sollten.

 

Als Folge der spekulativen Angriffe auf die Währung, die man im August erlebt hat,  wurden Ergebnisse generiert, die in  kleinster Weise mit den Dynamiken der türkischen Wirtschaft vereinbar sind. Es ist nicht möglich, die Entwicklung des Wechselkurses durch einen makroökonomischen Indikator zu erklären. Daher halten die Vorstöße der Wirtschaftsführung an, um die negativen Auswirkungen dieses Angriffs auf die türkische Wirtschaft schnellstmöglich zu beseitigen.

 

Mit dem Sparvorstoß im öffentlichen Sektor, sollen die öffentlichen Einrichtungen  durch den Umzug in leerstehende öffentliche Gebäude von der Miete befreit werden. Außerdem sind geplant die öffentlichen Mitteln sowie die Einstellung von Personal zu begrenzen.

All das kann als äußerst angebracht und notwendige Schritte angesehen werden.

 

Im Rahmen des angekündigten mittelfristigen Programms wurden die Probleme des Tages richtig erkannt und  man kann sagen, dass es extrem effektiv sein wird,  mit den realistischen Makro-Zielen sowohl den Märkten ein klares Bild zu präsentieren als auch Investoren in die Türken anzulocken.

 

Somit wird die Türkei mit dem gegenwärtigen Stabilisierungszeitraum durch eine robustere Struktur mit sicheren Schritten ihrem Wachstumsziel einer stärkeren, nachhaltigen, stabilen und türkischen Wirtschaft voranschreiten.

 

Die türkische Wirtschaft ist im zweiten Quartal des Jahres 2018 um 5,2 Prozent gewachsen  und im ersten Jahresquartal um rund 6 Prozent.

 

Die Zahlen in der ersten Jahreshälfte 2018 sind äußerst positiv und wenn man sich  den Putschversuch in 2016 und die geopolitischen Risiken vor Augen führt, dann weist die türkische Wirtschaft eine extrem erfolgreiche Leistung hingelegt.

 

Es gibt keine Zweifel, dass die Türkei diese Angriffe auf die türkische Wirtschaft auf stärkste Weise überwinden wird.

 

 

 

 

 


Keyword: Türkei , Zentralbank

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