Türkei Agenda (2018-05)

Zweite Woche der Operation "Olivenzweig"

Türkei Agenda (2018-05)

In Syrien gibt es viele wichtige Entwicklungen. Die zweite Woche der Operation der Türkei zur Säuberung Afrins von Terrornestern ist abgeschlossen. Neben der erfolgreich verlaufenden Operation stellen die türkischen Streitkräfte zur Deeskalation in der Region in Idlib neue Beobachtungspunkte auf. Die Entwicklungen auf dem Feld beeinflussen auch die Rolle der USA in Syrien. Die Operation “Olivenzweig” sorgt für einen Domino-Effekt und wird die PKK/YPG in den anderen Regionen ernsthaft schwächen. In Menbic, Haseke, Rakka und Deir Ez-Zor hat die Bevölkerung begonnen Widerstand gegen die Terrororganisation zu leisten, die sie einschüchtert und unterdrückt. Und in der Tat haben sich die Menschen in Menbiç gegen die YPG erhoben. Die Türkei, Russland und der Iran suchen im Rahmen des Astana-Prozesse nach einer Lösung in Syrien und zur selben Zeit isolieren sich die USA, weil sie falsche Vorstöße in der Region unternehmen. Besonders die Stationierung der türkischen Streitkräfte auf dem strategisch wichtigen El-Eys Hügel im Rahmen des Idlib-Prozess, zeigt die starke Position der Türkei in Syrien.

Die Operation “Olivenzweig” wird mit dem Vorrücken der syrischen Oppositionellen fortgesetzt. Trotz der geographischen Schwierigkeiten im Gebiet von Afrin, rücken die türkischen Streitkräfte und die syrischen Oppositionellen schnell vor.

 

 

Die Operation, mit der der Einnahme der beherrschten Hügel, die eine nach der anderen unter Kontrolle gebracht wurde, hat eigentlich seit Beginn die größte Wirkung gezeigt.

 

Die Wahrnehmung der Unbesiegbarkeit der YPG in der Region und der absolute politische Schutz wurden zerstört. Die Hauptquelle dieser Wahrnehmung der YPG in Syrien ist die Unterstützung der Terrororganisation durch die USA. Es ist bekannt, dass die überwiegende Mehrheit der von der YPG kontrollierten Regionen in Syrien aus Arabern und Turkmenen besteht. Besonders nachdem die Terrormiliz DAESH in der Region in großem Umfang eliminiert wurde, wurde die Legitimität der YPG von den Menschen in der Region in Frage gestellt. Das gemeinsame Vorgehen der Türkei mit den aus Arabern, Turkmenen und Kurden bestehenden syrischen Oppositionellen hat für die Region eine Alternative geschaffen.

Widerstandsgruppen gegen die YPG, vor allem wie die Lokalbevölkerung von Menbiç begannen sich zu formieren und operierten in Gebieten, die sich durch die grausame Gewaltherrschaft durch die YPG gestört fühlten. Jeder militärische Erfolg, der durch die Operation “Olivenzweig” errungen wird, ermutigt zugleich auch die Araber, Turkmenen und Kurden gegen die Unterdrückung durch die YPG.

Denn die Operation “Olivenzweig” isoliert nicht nur die YPG, sondern auch die USA, die alle Investitionen in Syrien über die YPG gemacht haben. Es gibt zahlreiche Erklärungen der USA über die Türkei und Afrin-Operation, dass wiederum die innere Verwirrung der USA zeigt. Die Verfolgung verschiedener Politiken der amerikanischen Institutionen wurde zuletzt in der Auflistung der YPG als Terrororganisation der CIA gesehen.

Der voranschreitende Astana-Prozess unter den Garantiestaaten Russland, Iran und der Türkei, der die USA außen vor gelassen hat, drängt die USA in eine “wertlose Einsamkeit”. Die Politik der USA, die versucht, eine terroristische Organisation mit einer anderen terroristischen Organisation zu bekämpfen, verursacht Unbehagen in der Region. Die Haltung der YPG, die die territoriale Integrität Syriens gefährdet und der geplante Aufbau von Grenzschutztruppen der USA, lösten in Russland, Iran und in der Türkei Reaktionen aus. Es hieß, die Beziehungen der USA mit der YPG seien im Rahmen des Kampfes gegen die Terrormilz DAESH begrenzt. Nun errichten sie zahlreiche Militärbasen und planen zu bleiben. Eine andere wichtige Entwicklung in Syrien ist der neu aufgestellte Beobachtungspunkt der türkischen Streitkräfte im Rahmen des Idlib-Prozesses. Der neue Beobachtungspunkt in der strategisch wichtigen Ortschaft El-Eys in Süd-Aleppo zur Überwachung der Deeskalation der Region, ist ein wichtiger Schritt. Die Türkei ist in letzter Zeit, besonders im Rahmen des Astana-Prozesses in Syrien und in der Weltöffentlichkeit zu einem strategischen und entscheidungstragenden Akteur geworden.

 

Die Türkei setzt ihre starke Position einerseits dafür ein, um die humanitäre Tragödie in Syrien zu beenden und anderersdeits unternimmt sie Schritte für eine bessere Zukunft Syriens. Dass die Türkei zu einem Akteur als Entscheidungsträger geworden ist, rührt besonders von der türkischen Unterstützung für das syrische Volk her. Auf der einen Seite beherbergt sie innerhalb ihrer Grenzen 3 Millionen Syrer und auf der anderen Seite leistet sie zahlreichen Hilfen innerhalb der syrischen Grenzen, damit 4 Millionen Syrer ihr Leben fortsetzen können.

 

                                                                        

 



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