Türkei-Agenda (2017-23)

Terror kennt keine Grenzen.

Türkei-Agenda (2017-23)

Die Welt ist nach dem Zerfall des Ost-Blocks einpolig geworden. Die mit der Konferenz von Jalta gestaltete Welt geriet ins Stocken. Mit der Unabhängigkeitserklärung von Slowenien am 2. Juli 1990 war der Bürgerkrieg in Jugoslawien ausgebrochen. Somit wurde der Start für das Ende des Zerfalls der Jalta Ordnung gegeben. Dieses Ende war sehr blutig. In Bosnien Herzegowina das größte Massaker an Muslimen begangen. Dieses Massaker fand vor den Augen von Europa statt. Einige Massaker wurden sogar unter Aufsicht von europäischen Armeen verwirklicht. Nach dem Urteil der niederländischen Justiz vom Juli 2014, ist die Armee des eigenen Landes für das Massaker an etwa 10 Tausend Muslimen in Srebrenica durch Serben verantwortlich. Europa, das sich nach eigenen Angaben stark für Menschenrechte einsetzt, hatte über 500 Tausend Bosniern, die vor dem Massaker flüchteten und Zuflucht in europäischen Ländern suchten, ihre Grenzen geschlossen. Österreich, Deutschland und Italien hatten erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg ununterbrochene Grenzpatrouillen eingesetzt und einen Sicherheitszone gebildet. Bosnische Zivilisten, die nicht fliehen konnten, wurden von Serben massakriert. Mit dem Eingriff der NATO in den Bürgerkrieg in Jugoslawien wurde etwas Hoffnung gegeben. Indessen hatten die USA mit der Behauptung, wonach der Irak über Massenvernichtungswaffen verfüge, in 1991 Irak und anschließend Afghanistan besetzt und die Welt in einen Terrorstrudel versetzt. Die Ursachen und Resultate von gegenwärtigen terroristischen Aktivitäten werden nicht nur in der islamischen Welt und im Orient, sondern auch im Westen ernst diskutiert. Trotz all den Ursachen und Resultate, können die Aktivitäten einer terroristische Gruppe oder Terrororganisation als unschuldig betrachtet oder gezeigt werden. Terroraktivitäten stellen seit etwa einem Jahrhundert ein Bedrohung für die ganze Welt dar.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan versucht seit Jahren seinen westlichen Verbündeten zu erklären, dass Terror keine Grenzen kennt. Diejenigen, die mit Terroristen kooperieren, würden eines Tages das Problem vor der eigenen Tür auffinden. In der Türkei wurden tausende Menschen Opfer von der Terrororganisation PKK und deren Ablegen in Syrien, PYD/YPG. Es muss eine Antwort dafür geben, warum fast alle Waffen und Raketen, die in der Gegenwart von türkischen Sicherheitskräften bei Operationen gegen PKK und dessen Ableger sichergestellt wurden, aus westlichen Staaten stammen. Die Türkei kämpft seit etwa einem Jahrhundert alleine gegen den Terror und wurde dabei von zahlreichen westlichen Verbündeten im Stich gelassen. Mehrere europäische Länder gewähren Terroristen Unterschlupf, obwohl die Türkei NATO-Mitglied ist mit ihnen politisch und wirtschaftlich Verbündete ist. Am 15. Juli 2016 wurde von Offizieren, die Mitglied der Gülenistischen Terrorvereinigung FETÖ sind, ein Putschversuch durchgeführt, wobei hunderte Menschen massakriert und tausende weitere verletzt wurden. Diese terroristischen Offiziere, die so viele Zivilisten massakriert haben, wurden von zahlreichen europäischen Staaten, denen voran Deutschland, sozusagen mit einem Roten Teppich empfangen. Der türkische Staat hat von Deutschland, des Öfteren die Auslieferung von etwa 4500 Terroristen und Terrorverdächtigen gefordert. Die deutsche Bundesregierung und der deutsche Staat haben diese Forderungen jedes Mal  ignoriert. Die der ganzen Welt bekannte Sabancı-Attentäterin Fehriye Erdal, wird seit 20 Jahren in Belgien wie ein Gast behandelt. Es muss eine Antwort dafür geben, warum Terroristen, die Soldaten, Polizisten, Frauen, Kinder und ältere Menschen ermorden, Zuflucht in Europa finden und nicht im Osten. Es ist ein Gegensatz, das die westliche Welt, besonders Europa, den Osten immer vorwirft, Quelle des Terrors zu sein. Wie können unsere westlichen Verbündeten diesen Gegensatz ihren Kindern erläutern können. Der Terror hat sein wildes Gesicht in den vergangenen Tagen in Großbritannien gezeigt,  zuvor in Schweden, Deutschland, Belgien Frankreich und anderen europäischen Ländern. Hunderte unschuldige Menschen wurden Opfer des Terrors. Bis vor kurzer Zeit explodierten in östlichen Staaten Bomben und Zivilisten wurden getötet. Aber in der Gegenwart stellt der Terror auch eine Bedrohung für die Hauptstädte in den westlichen Ländern dar. Terror wird nun nicht mehr von einem Zentrum oder einer Region verbreitet. Neben lokalem und regionalem Terror, lesen wir auch Nachrichten über Terroranschlägen, die von einzelnen Personen verwirklicht werden. Es sieht danach aus, dass sich diese Krankheit auf der Welt verbreiten wird. Denn die Großmächte stellen ihre eigenen nationalen und politischen Interessen sowie ihre Ängste in den Vordergrund, anstatt sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Diese Bemühungen steuern bestimmte Menschengruppen und deren Mitglieder zur Gewalt. Für die Expansion der Sowjet Union wurde versucht, blutige Terroraktivitäten unter dem Decknamen „revolutionäre Gewalt“ auszuführen und diese zu legimitieren. Aber heutzutage besteht nicht einmal der Bedarf, terroristische Aktivitäten unter einem anderen Begriff zu maskieren. In einer Zeit, in der Terror die Welt und das Menschenleben so zur Geisel nimmt, gewähren EU-Staaten leider zahlreichen Terrororganisationen Unterschlupf. Terroristen, die in der Türke, im Irak, Iran und in Syrien tausende Menschen mordeten oder den Tötungsauftrag gaben, können mühelos in diesen Ländern Unterschlupf finden. Unsere europäischen Verbündeten verhalten sich sogar so unbekümmert, dass sie türkischen Offizieren und Generälen, die beim Putschversuch am 15. Juli 2016 hunderte Zivilisten getötet haben, ihre Türen öffnen. Sie stellen türkischen Richtern und Staatsanwälten, die mit ihrem Komplott das Leben von mehreren Menschen ruiniert, am Tod von mehreren Menschen mitverantwortlich sind, Diplomatenpässe aus und stellen sie nicht vor die Justiz. Demgegenüber ist es eine soziologische Tatsache, dass dieser Wiederstand gegen die Justiz, eines Tages auf jeden Fall gesellschaftliche Unruhen auslösen wird. Es kann nicht mit Ausgrenzung erklärt werden, dass sich wohlhabende Menschen individuellen Terroraktivitäten verwirklichen oder der Terrormiliz DAESH beitreten. Menschen neigen auch zur Gewalt, wenn der Bedarf an Justiz nicht gedeckt wird. Aber heutzutage bereiten zahlreiche EU-Staaten mit ihren Handlungen ihr eigenes Ende vor.



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